Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Umfrage: Wer hat Probleme mit der Kondensatbildung an den Fenstern

Umfrage endete am 31. Dezember 2009 13:10

Ich habe kein Problem
2
11%
Ich habe kein Problem, wenn ich überdurchschnittlich stark lüfte
0
Keine Stimmen
Ich habe trotz niedriger Innenluftfeuchtigkeit teilweise (morgens) Kondensat an den Fenstern
5
26%
Ich habe trotz niedriger Innenluftfeuchtigkeit immer Kondensat an den Fenstern
12
63%
 
Abstimmungen insgesamt : 19

Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon R&S&M » 27. Januar 2010 08:39

Heute Morgen hatten wir wahre "Sturzbäche" von Kondensat an den Fenstern.
Die Aussentemperatur lag bei -9.4°C , im Fensterwinkel konnte ich an den Scheiben Werte zwischen 9.4°C und 10.1°C messen. Raumtemp um 08:00 22°C bei Nachtabsenkung (Ventilautomat) auf 20°C.

Mein Luftentfeuchter läuft und hält etwas über 40%rel lt Anzeige. Das gibt ca 3l Kondensat pro Tag.
Das kostet ca 4kWh/d. - "Niedriegenergiehaus."

Ich werde heute bei der GSG anrufen, und fragen, wie oft und wie lange nach deren Meinung bei ca -10°C zu Lüften ist....
Bin schon gespannt, was dabei herauskommt.

Den Temp/Hum Logger möchte ich noch etwas laufen lassen.
Ich hab auf kältere Tage gewartet. Die sind ja nun da.

lg.
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon fhauser » 27. Januar 2010 11:29

Hallo,

wir haben auch das selbe Problem - 40% rF und permanent Unmengen Kondensat an der Unterkante der Fensterscheiben. Ich habe leider keine Ahnung was man dagegen tun kann.

Die Temperatur an der Fensterunterkannte ist einfach zu niedrig - bei den nordseitigen Fenstern habe ich heute 8,3° gemessen.
Bei Temperaturen von über 20° im Zimmer bildet sich unweigerlich Kondensat - so viel kann man gar nicht lüften :(

lg, Florian
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon MichaelR » 27. Januar 2010 13:06

Hallo!

Habt ihr die Bodenkonvektoren ab- oder aufgedreht, meine sind voll aufgedreht, habe das Problem aber auch. Die rel. Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 35 und 40%. Jeden Morgen fließt das Wasser in Bächen va. wenn die Jalousien herunter gelassen werden, scheint sich besonders viel Kondensat zu bilden.
Tagsüber hab ich kein Kondensat an den Fenstern (nord- und ostseitig), wenn ich morgens lüfte und das Kondensatz abwische, erst nach Beginn der Nachtabsenkung bildet sich wieder Kondensat.
Einzig im Bad kann man auch tagsüber zusehen wie sich neues Kondensat bildet, das ist eine Angelegenheit von Minuten, da hilft auch die Grundlastlüftung und der voll aufgedrehte Heizkörper nicht. Außerdem ist der Boden im Bad überdurchschnittlich kalt, wesentlich kälter als alle anderen Fliesenböden in der Wohnung, das stinkt fast schon nach einer Wärmebrücke!
Ist das sonst noch jemandem aufgefallen?

LG Michael
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon fhauser » 27. Januar 2010 13:27

Hallo Michael,

wir haben nordseitig auch tagsüber massenweise Kondensat. Nachtabsenkung haben keine.
Die Bodenkonvektoren haben wir voll aufgedreht.

Nur wenn wir wirklich 5-6 mal am Tag für 10 Minuten querlüften bekommen wir das Kondensat halbwegs in den Griff, aber bei den aktuellenTemperaturen ist es nicht so witzig - und die dann erreichte relative Luftfeuchte von um die 30% ist auch nicht gerade angenehm.

Ab knapp 40% rF bildet sich wieder Kondensat. Raumtemperatur haben wir bei 20°C laut Thermostat, das entspricht etwa 22° Lufttemperatur. An den Wänden haben wir auch etwa 21°-22° - wenn wir häufiger lüften müssen wir auch den Thermostat etwas höher drehen, damit sich die Luft in annehmbarer Zeit wieder aufheizt.

Wir haben testhalber einmal die Bodenkonvektoren abgedreht und nur auf 20-21° geheizt - dann ist es deutlich besser - aber auch nichtmehr wirklich angenehm in der Wohnung (Fenster strahlen Kälte ab).

Ich habe das ganze auchschon einmal ine einem anderen Forum diskutiert - es dürfte helfen die Holzinnenkante zu erhöhen - ich hab versucht das zu skizzieren:

Bild

lg, Florian
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon R&S&M » 27. Januar 2010 14:14

Ich hab heute interessante Seiten gefunden:
http://www.stubenitzky-goettingen.de/download/M01.pdf
http://www.stubenitzky-goettingen.de/download/M08.pdf
http://www.ludewig-bautrocknung.de/taupkt.html

Letztlich scheint das Problem aus zwei Faktoren zu bestehen:
1. zu geringer Luftdurchsatz, daher zu hohe Luftfeuchtigkeit.
2. die Wärmebrücke in der Fensterscheibenfassung.

zu 1: ich habe heute den Notkamin geöffnet um zusätzlichen Luftdurchsatz durch natürliche Konvektion zu erzielen.
Die Leistung des Küchenabzuges ist bei knapp 7 cm Rohrdurchmesser zu gering (vom Lärm einmal abgesehen).
Als zweite Ausbaustufe kann ich noch einen Ventilator als Exhaustor am Kaminloch anbringen.

zu 2: auch hierzu gibt es im Internet Literatur.
Kaum ein Fenster hat tiefer als bei uns gesetzte Scheiben. Der Metallrahmen der Thermoverglasung stellt die Wärmebrücke dar.
Die Unterflurkonvektoren erwärmen die Luft nicht genug um den Scheibenunterrand über den Taupunkt zu erwärmen. An den Schmalfenstern ist deren effektive Breite auch nur 41 cm. Das ist unter 50% der scheinbaren Breite und der Breite der Fenster!
Allem Anschein nach wurden die Heiztechnischen Berechnungen mit der Breite der Scheiben (70cm) gemacht, dann könnte die Wärmeabgabe bei derzeit 55° Vorlauftemperatur reichen - Pi mal Daumen gerechnet.
Heizkörperumbau ? Ausgeschlossen!
Als Ausweg bliebe nur die Dreifachverglasung. Das wird die GSG auch nicht machen.



Bleibt also grundsätzlich nur #1.

Wenn ich bedenke , daß die GSG in einer Kurier-Beilage damit geworben hat, daß VV zu Passivhäusern aufgerüstet werden könnte, frage ich mich, wieso das Luftaustauschproblem nicht schon bei der Planung hinreichend berücksichtigt wurde.
Technische Möglichkeiten gibts da ja genung; inkl Wärmetauscher.

Keep blogging!

Rudi
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon MichaelR » 27. Januar 2010 14:36

Hallo!

Also den Notkamin als zusätzliche Abluft nützen könnte eventuell ein gewisses Gefahrenpotential bergen.

Der Keil ist zwar eine gute Idee, aber ich werde an den Fenstern sicher nicht herumbasteln, das ist aus meiner Sicht ein Fall der Gewährleistung und Aufgabe der Fensterfirma.
Gerade bei der Vorlage von HWB-Berechnungen, U-Werten und dgl. scheinen die Firmen immer damit zu rechnen, dass jene die diese Berechnungen entgegennehmen keine Nachkontrollen durchführen, und erst im Schadenfall kommt dann zu Tage, dass die Berechnung nicht zum tatsächlich ausgelieferten Bauteil passt und so könnte es auch bei unseren Fenstern gelaufen sein.
Hat schon jemand die Fensterfirma kontaktiert, mich würde interessieren was die zu unserem Kondensatproblem zu sagen haben.

LG Michael
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon friesch » 27. Januar 2010 14:42

Hi,
gleiches Problem wie gepostet heute morgen:
triefende Nässe bei Schlafzi.Fenster, eiskalte Bodenfliesen im Bad u. kaltes Bad bei voll aufgedrehtem Heizkörper (Wohng. zu Gasometern gerichtet). Waschen u. trocknen im Wasch"salon"! 40 -45% Luftf., 20-22°. Wische dauernd die Fenster u. bin schon echt sauer! Die sollen mir noch über Lüftfehler u. nasse Wäsche erzählen, dann hüpf ich an die Decke!
Gruß Karin
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon fhauser » 27. Januar 2010 15:21

Ich werde einmal versuchen sowas in der Art vom oben skizzierten Keil aus Styropor zu basteln.

In den letzten Wochen habe ich mein IR-Thermometer immer wieder mitgehabt und bei anderen Wohnungen gemessen - so niedrige Temperaturen, wie bei uns an der unteren Kante habe ich bei keinem modernen Fenster gemessen - so einen geringen Glaseinstand wie bei uns habe ich auch nirgends gesehen.

Ich fürchte vom Fensterhersteller wird man keine brauchbare Antwort bekommen (ausser das übliche Restfeuchte vom Bau, falsches Lüftungsverhalten,...) - bei einer rF von unter 40% braucht mir das keiner erzählen.

Wäre die Temperatur an der Kante um 2-3° wärmer hätten wir das Problem nicht. Eine 3-fach Verglasung wird hier auch nicht viel bringen - die Werte in der Scheibenmitte sind ja einwandfrei (U-Wert 1,1) - nur die Ausführung (kalte Kante unten, geringer Glaseinstand, Verbund Fenster-Alu aussen) ist "nicht ganz ideal".

Hat jemand die Kontaktdaten von unserem Fensterlieferanten bei der Hand? War das direkt IPM-Schober oder jemand anderer?

lg, Florian
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon MichaelR » 28. Januar 2010 09:34

Morgäääähn!

Ui, keine Ahnung, am Besten in unser tolles Handbuch schauen. :)

LG Michael
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Re: Umfrage: Kondensatbildung an den Fenstern

Beitragvon Deno » 1. März 2010 15:51

Bei mir gibt es seit Herbst auch fast durchgehend Kondensation, bei Luftfeuchtigkeit das meistens zwischen 40 und 45% schwingt. Offensichtliche Maßnahmen, wie "immer wieder Lüften", oder "Wäsche-trocknen im Bad mit geschlossenen Tür und eingeschalteten Ventilator", haben nicht viel gebraucht. Geheizt wird ausschließlich mit Bodenkonvektoren.

fhauser hat geschrieben:Ich habe das ganze auch schon einmal in einem anderen Forum diskutiert - es dürfte helfen die Holzinnenkante zu erhöhen.


Interesante Idee. Hat das inzwischen jemand ausprobiert?

Wenn es wirklich nur um eine Kältebrücke geht, und die Fenster sonst nicht zu viel Wärme lecken wäre das für mich durchaus akzeptable Lösung. Meinetwegen darf es GSG durchführen lassen (Gewährleistung!).

lG
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